Körperhygiene

Körperhygiene

30. September 2019 0 Von Alex

Mit der Geburt hat man irgendwie auch eine Vorstellung wie die Körperhygiene beim Kind Abläuft. So und so oft baden mit den Cremes und den Püderchen und Tübchen. Und dann merkt man plötzlich das man den ganzen Kram gar nicht braucht.

Utensilien

Zur Geburt gab es ein paar Utensilien zur Körperhygiene geschenkt. Viele typische Pflegeprodukte, wie Badezusätze, Babyöl, Feuchttücher, Shampoo, Wundcremes, ebenso zur Zahn- und Nagelpflege. Vieles davon haben wir wirklich nicht gebraucht.

Baden eine Herausforderung

Zum Baden hatten wir einen Einsatz für  den Wickeltisch. Der hat recht schnell nicht mehr gepasst. Alleine mit ihm baden fand ich schwierig, da ich es nutzen wollte mich selbst auch zu waschen. Die paar Male an denen ich mich getraut hatte, sind oft ziemlich stressig geendet. Es war immer alles in Ordnung, bis ich mich abtrocknen und anziehen wollte. Oft bin ich nass in die Klamotten gehüpft und habe mich mit nassen Haaren zum Stillen in Bett begeben müssen, weil der Zwerg dann sofort stillen und schlafen wollte.

Wickeln

In den ersten vier Wochen nutzten wir Wegwerfwindeln, dann bin ich übergegangen Stoffwindeln zu verwenden. Das Wickeln lief lange recht gut in Verbindung mit dem Abhalten, bis zum klassischen Wickelstreik um den achten Monat herum. Ab da würde es gute vier Monate ein Kampf. Wir sind damals dazu übergegangen Wegwerfpantys zu benutzen. Zum einen hat es die Wickelintervalle vergrößert und das wickeln im stehen ging wesentlich leichter. 

Waschen

Wir hatten zur Geburt Baumwollwaschlappen gekauft und geschenkt bekommen. Die nutzte ich zum täglichen Waschen. Ich habe es später nicht mehr ganz so kontinuierlich verfolgt. Denn ich habe festgestellt, dass so ein Baby gar nicht wirklich dreckig werden kann. Hat bei meinem Mann oft zu Diskussionen geführt.

Umziehen

Umziehen war schon immer ein Problem. Vielleicht habe ich mich von Anfang an blöd angestellt, oder unser Kind hasst es einfach. Darum haben wir aufgehört ständig umzuziehen. Auch hier gibt es immer wieder Diskussionen, da er eine Unterhose auch mal zwei bis drei Tage anhat. Da er ja aber durch Klogänge mehrfach unter herum mit Feuchttücher oder Waschlappen sauber gemacht wird, seh ich es nicht ein uns täglich wegen der Umzieherei zu stressen.

Zähne putzen

Mit den ersten Zähnen nutzten wir eine Art Gummi Fingerzahnbürste. Die wurde auch sehr gut angenommen. Ich habe die erst genutzt ab der Beikosteinführung mit ungefähr sechs Monaten. Dann ging es ab 12 Monaten ungefähr los mit einer richtigen Zahnbürste allerdings noch ohne Zahnpasta. Die haben wir erst mit ca 18 Monaten benutzt als alle Zähne da waren und der Süßigkeitenkonsum mehr würde. Leider war das gefühlt schon immer ein Kampf. Da ich jemand bin der gerade was den Mund anbetrifft nichts mit Gewalt einführen möchte, war das wirklich immer eine Herausforderung. So brauchen wir bis heute viel Zeit und Geduld um ihm die Zähne zu putzen. Natürlich gibt es viele Tipps zum Beispiel diverse Zahnputzvideos darauf möchte ich aber verzichten.

Nägel schneiden

Ich habe die Nägel immer dann geschnitten, wenn er mich oder sich zu sehr gekratzt hat. Bei den ersten Malen kam der klassische Schnitt in den Finger, hat natürlich geblutet wie verrückt. Das lief nur die ersten paar Monate recht gut, dann wurde er leider zu zappelig um ihm ohne Probleme die Nägel zu schneiden. Ich bin dazu übergegangen ihm oft die Nägel im Schlaf zu schneiden. Wirklich besser ist das mit der Zeit auch nicht geworden.

Haare schneiden

Ich hatte ihm anfangs immer wieder vorsichtig die Haare geschnitten während der Papa ihn abgelenkt hatte. Irgendwann wurde es Zeit für einen ordentlichen Schnitt. So habe ich ihm seinen Lieblingsfilm eingelegt und habe zu schneiden angefangen. Leider musste ich feststellen, dass mir zwanzig Minuten Film nicht ganz gereicht haben. Die Beleuchtung war auch nicht die Beste sodass man leider schon auch Schnittfehler gesehen hat. Alles in allem war ich trotzdem sehr zufrieden. Seine Oma hat ihn mit dem Papa schon zum Friseur mitgenommen. Beim ersten Besuch wollte er noch nicht beim zweiten musste dann das Handy herhalten. Leider waren wohl alle der Meinung, dass das Kind einen Schock bekommt wenn die langen Haare plötzlich weg sind sodass es mir persönlich noch viel zu lange war. Der zweite Versuch vor dem Fernseher lief wesentlich besser, ich war auch vor dem Filmende fertig.

Badestreik

Wir hatten mehrere Phasen wo er plötzlich nicht mehr baden wollte. Ich habe mich gefragt ob irgendetwas vorgefallen war, dass er nicht mehr Baden wollte. Aber so plötzlich der Badestreik angefangen hat so plötzlich war er auch jedes mal wieder vorbei. Ich hatte zwischendurch versucht mit ihm zusammen zu duschen. Leider hatte er mehr Spaß dabei die Dusche und mich nass zu machen. Haare waschen ist nach wie vor ein großes Thema. Auch hier kann ich mich nicht erinnern das wir ihn zu irgendetwas gezwungen haben was er nicht wollte. Inzwischen legt er sich in die Wanne so das der Kopf automatisch nass wird. Natürlich gibt es hier auch Diskussionen, weil ich kein Shampoo für ihn nehme. Da ich selbst auch schon wochenlang nur Wasser benutzt habe und damit keine negativen Erfahrungen hatte, sehe ich beim kind erst recht keine Notwendigkeit für Shampoo. 

Sauber machen bei Bedarf

Beim Essen kam irgendwann der Zeitpunkt wo er ständig sauber gemacht werden wollte. Leider nur wenn er es möchte, sobald wir es entscheiden wollen wehrt er sich.

nerviger weise nach dem essen war es selten ohne Probleme möglich ihm dem mund sauber zu machen. Er hat leider auch schon die tolle Idee gehabt sich an der Wand oder dem Bettlaken den Mund abzuputzen. Ich bin da wirklich nicht der Typ der solche Aktionen einfach ignorieren oder umlenken kann. Vielleicht triggert das wieder Kindheitsprägungen, aber da kann ich nicht ruhig bleiben.

Nach der Kita und dem Spielplatz möchte ich, dass er die Hände wäscht. Leider klappt das nur sehr selten. Inzwischen habe ich einen Hocker hingestellt so das er selbst an die Armaturen hin kommt. Seitdem klappt es etwas besser. Ich bin so oft schon hinter ihm durch die Wohnung gerannt um ihn sauber zu machen. Eine Zeitlang hat es geklappt wenn ich ihm im Spiegel gezeigt habe wie er aussieht. Selber macht er sich nicht sauber.

Wir haben allerdings festgestellt, dass alle Situationen im Chaos enden, wenn beide Elternteile da sind. So mussten wir uns angewöhnen, dass einer die Situation verlässt. Spätestens wenn es zu eskalieren droht.

Mal schauen was noch so auf uns zu kommt.