Schwangerschaft

Schwangerschaft

29. Juni 2017 0 Von Alex

Als ich schwanger wurde dachte ich mir nicht viel dabei, mir war natürlich klar, dass ich ein Kind bekommen werde. Ich musste mir über Ausstattung und finanzielle Dinge Gedanken machen, aber wirklich eine Ahnung was da auf mich zukommen würde hatte ich nicht. Es fing schon in der Schwangerschaft an, ich hatte mir keine Gedanken gemacht das entsprechende Umstandsmode so früh notwendig sein könnte. Warum auch? Ich war meiner Meinung nach gut trainiert und bin daher davon ausgegangen, das ich recht lange normale Kleidung tragen kann. Ich musste allerdings schon ab der 17. Schwangerschaftswoche Umstandsmode tragen. Wirklich viel Kleidung habe ich nicht gekauft, darunter waren zwei Umstandshosen, zwei Umstandsstrumpfhosen und Leggings. Alles andere habe ich mir geliehen oder hat trotzdem gepasst. Ich war der Meinung, dass sich das wegen der kurzen Zeit und der einen Schwangerschaft nicht lohnen würde.

Auf der Arbeit

Auch auf der Arbeit wurde mir ziemlich schnell bewusst, dass ich diese gar nicht mehr so ausführen kann, wie ich es gewohnt war. Zum Schutz von dem Baby natürlich. Ständig wurde ich von Kollegen gebremst, weil ich normale Dinge machen wollte die nicht erlaubt oder zu gefährlich waren. Mit dem Arbeitsschutzgesetz musste ich mich auch auseinander setzen. Ich wusste zum Beispiel nicht dass man nach 20 Uhr nicht mehr arbeiten darf je nach Branche oder Sonntagsarbeit verboten ist. Nicht mal eine stinknormale Leiter durfte ich noch hoch steigen.

Die Babyshowerparty

Meine Schwester hatte sich dazu entschieden eine Babyshowerparty zu veranstalten. Da natürlich alle wissen wollten was wir noch benötigen musste ich mich also dazu zwingen mich damit zu beschäftigen. Ich habe stundenlang im Internet recherchiert was die optimale Erstausstattung wäre.

Meine Liste sah so aus:

Bekleidung:

  • 5-6 Bodys
  • 2 Mützen
  • 4 Hosen
  • 2 Jacken
  • 4 Pullis
  • 2 Socken
  • 4 Strumpfhosen

Einrichtung:

  • Stubenwagen
  • Wickelgelegenheit
  • Windeleimer
  • Spieluhr?
  • Babyfon
  • Krabbeldecke
  • Moltonunterlage (wasserdicht)
  • Spannleintücher 2-3

Pflege:

  • 6-8 Mullwindeln
  • Windeln und Überhosen 25 stk
  • Babyöl Feuchttücher
  • 2 Badehandtücher mit Kapuze
  • Badethermometer
  • Fieberthermometer
  • Babybürste
  • Baby nagelschere
  • Waschlappen?
  • Creme für den Po
  • Badezusätze
  • Seife

Stillen oder Füttern:

  • Stillkissen
  • Stilleinlagen
  • Milchpumpe
  • 6 Milchflaschen+Saugern
  • Teeflaschen+Sauger
  • Flaschenbürste
  • Schnuller
  • Lätzchen 10 stk
  • Stillbhs

Unterwegs:

  • Kinderwagen
  • Autositz
  • Babydecke
  • Wickeltasche
  • Reisebett
  • Spannleintuch für KiWa
  • Moltonunterlage
  • Schnullerkette

Die Liste hab ich ihr gegeben und alle Gäste durften sich daraus was aussuchen. Es kamen nahezu alle Freundinnen die eingeladen waren, sowie die zukünftigen Omas und eine Uroma. Ich war völlig von den Socken. Wir hatten uns vorher abgesprochen wie die Verpflegung aussehen sollte. Meine Schwester hatte sich sehr bemüht und auch ein paar Spiele geplant. Nachdem bei Kaffee und Kuchen alle Geschenke ausgepackt wurden, waren die älteren Damen dann schon so platt, dass sie gegangen sind. Wir anderen hatten dann unseren Spaß mit Knetfiguren basteln. Bodys bemalen wäre auch noch auf dem Plan gestanden, aber gegen halb zehn waren dann auch wir platt. Nach der Party fing ich an eine Whatsapp Gruppe zu erstellen und alle gleichzeitig zu informieren, wie ich mich fühle wie groß laut Google das Kind sein soll und was es schon kann.

Körperliche Veränderungen

In der Schwangerschaft hatte ich extrem viel Wassereinlagerungen hatte mit Kreislaufproblemen und nächtliche Schlaflosigkeit zu kämpfen. Für jemand der sich seine Unabhängigkeit erkämpft hatte, war es für mich das schlimmste ständig Hilfe zu brauchen. Speziell beim Umbau für das Kinderzimmer, musste ich ständig um Hilfe bitten, das war ich nicht gewohnt. Ansonsten verlief die Schwangerschaft recht ereignislos ab. Die Schmetterlinge im Bauch, so werden die Kindsbewegungen oft beschrieben, waren bei mir Blähungen, hat mir auch keiner gesagt.

Mein Frauenarzt meinte, das Kind wäre sehr groß möglicherweise müssten wir die Geburt einleiten. Meine Hebamme meinte es könnte sein, das er nicht ins Becken rutscht, infolgedessen bräuchten wir eventuell einen Kaiserschnitt. Bei meiner Hebamme hatte ich leider das Gefühl, das sie etwas konfus ist. Vermutlich lag es an der vielen eigenen Kindern, aber wenn ich damit mein Geld verdiene erwarte ich eine andere arbeitsweise. Es wurden Termine vergessen und nach der Geburt wurde ich sofort an die Urlaubsvertretung weiter geleitet. Sie hat den Kleine nie zu Gesicht bekommen.

Der Geburtsplan

Vor der Geburt hatte ich mir einen Geburtsplan zusammengestellt:

  • Ich wollte keine Medikamente
  • Mein Partner sollte dabei sein
  • Ich wollte nicht in die Wanne
  • Kein Dammschnitt
  • Ich wollte Nabelschnurblut spenden
  • Keinen Schnuller und kein Zufüttern

Die Ängste

Ich hatte täglich mit Ängsten zu tun. Ich weiß nicht ob es anderen werdenden Müttern auch so geht während der Schwangerschaft. Ständig habe mir den Kopf zerbrochen, ob es wirklich eine gute Idee sei eine Kind und diese Welt zu setzen. Nicht nur wegen der schrecklichen Dinge die auf der Welt passieren, auch wegen der Dinge die das Kind mit sich und den Mitmenschen mitmachen würde. Als Kind hatte ich eine ganze Weile lang panische Angst vor dem Tod, keine Ahnung wie ich das überwunden habe. Die Schulzeit war anfangs auch nicht so angenehm, ich wurde ziemlich gehänselt.

Was davon würde mein Sohn mitmachen? Ich habe leider auch bei allen Yoga Übungen die ich machen wollte fürchterliche Angst gehabt, das ich mich verletze oder es dem kleinen nicht gut tun würde. Es hat sich leider auch so gar nicht gut angefühlt. Etwas abergläubisch war ich auch, ich habe mich geweigert Dinge schon vor der Geburt mit dem Namen zu Beschriften.

Die Ernährung

Schließlich bin ich darauf gestoßen, dass es wohl auch nicht erlaubt ist alles zu Essen und zu trinken. Ganz am Anfang habe ich den Kaffee weggelassen, musste aber feststellen, dass es keinen Unterschied gemacht hat, ob ich Koffein zu mir genommen hatte oder nicht. Im Internet kam man seitenweise Informationen erhalten was in der Schwangerschaft alles nicht gegessen werden darf. An ein paar Punkte habe ich mich gehalten. Rohe tierische Produkte habe ich nicht gegessen aufgrund von Bakterien. Auf Rohmilch habe ich wegen der Listerine verzichtet. Toxoplas­mose kommt in Fleisch und Wurstwaren vor und Salmonellen bei rohen Eiern. Die einzelnen Produkte könnt ihr hier nachlesen. Auch bestimmte Teesorten sollten vermieden werden, zum Glück trinke ich nicht soviel Tee. Zum Ende der Schwangerschaft habe ich Himbeertee getrunken um den kleinen Mann schneller raus zu bekommen. Welche Sorten geeignet sind könnt ich hier nachlesen

Die Geburtsvorbereitung

Einen Geburtsvorbereitungskurs habe ich bedingt durch meine Arbeit nicht besuchen können. Das kann natürlich ein Grund für all die fehlenden Informationen sein. Ich hab zwar viel im Internet gelesen um mich vorzubereiten, es war allerdings wohl nicht das Richtige, wie sich später herausstellte. Natürlich habe ich auch überlegt, ob ich mir Videos von Geburten anschauen soll, mich aber dann doch dagegen entschieden. Stattdessen habe ich mir Geburtsberichte auf verschiedenen Blogs durch gelesen. Gegen Ende der Schwangerschaft ging ich an Heublumenbäder gemacht und Nelkenöltampons um die Wehen auszulösen. Beides war sehr unangenehm, ob es was gebracht hat kann ich nicht genau sagen, bei 40+6 kam er auf die Welt. Das könnt ihr hier nachlesen.